Zertifizierte Türen, versperrte Fenster

Aus welchem Material besteht eine massive Tür? Welches Schloss schützt mich vor Einbrechern? Und: Durch welches Fenster kommt kein Täter in mein Haus? Chefinspektor August Baumühlner erklärt das ABC der Einbruchsprävention.

30 Minuten Stressresistenz: So streng ist – je nach Widerstandsklasse – das Kriterium bei ÖNORM-Prüfungen für einbruchhemmende Türen. Experten und Sachverständige testen dabei, ob die Türen bei Anwendung von typischem Einbrecher-Werkzeug bis zu einer halben Stunde standhaft bleiben. In der Realität verabschieden sich Einbrecher allerdings bereits nach wenigen erfolglosen Sekunden: Wer auf eine massive Türe mit einem Sicherheitsschloss stößt und keine Eintrittsmöglichkeiten durch Fenster oder Balkontüren vorfindet, sucht nach anderen Zielobjekten, erläutert Chefinspektor Baumühlner:

Wie stabil Türen aber sein müssen, um Einbruchsversuchen zu widerstehen, beweist folgendes Beispiel: Wenn Täter den sogenannten „Kuhfuß“ anwenden, erzeugen sie einen Druck, der mehr als 1.000 Kilogramm entspricht. Baumühlner empfiehlt vor allem: Zusätzliche Zargen!

Bei der Auswahl von Schlössern sollte man vor allem darauf achten, dass der Zylinder nicht aus der Türe hervorsteht. Zylinder können abgerissen werden – auch wenn sie nur wenige Millimeter aus dem Schloss herausragen. Baumühlner:

Ebenso wichtig ist das Material der Türe. Die beste Einbruchhemmung weisen Türblätter aus Stahl und massivem Vollholz vor. Durch eine Mehrfachverriegelung wird ein massiver Rundumschutz der Türe gewährleistet.

Der wichtigste Tipp im Zusammenhang mit Fenstern lautet: Bei Abwesenheit schließen und von innen versperren! Denn durch gekippte oder gar offene Fenster gelangen Täter sehr einfach in ihr Zielobjekt. Ebenso sind einbruchhemmende Beschläge am Fensterrahmen und Fensterstock sehr ratsam. Täter könnten ansonsten die Fenster aushebeln oder den Rahmen durchbohren, um sie über den Griff zu öffnen.

Vorsicht ist jedoch im Zusammenhang mit Jalousien geboten. Sie versperren zwar potentielle Einstiegsstellen, weisen aber auch auf Abwesenheit hin. Baumühlner:

 

Kontakt Kriminalprävention Wien

Info-Line: 0800 216346
E-Mail: lpd-w-lka-ab-kriminalpraevention@polizei.gv.at
Website: www.bundeskriminalamt.at

 

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