„Setzt auf Regenwasser!“

Regenwasser ist eine wichtige Ressource, die dabei hilft, auf ökologisch sinnvolle Weise wertvolles Trinkwasser zu sparen.

Weltweit leben ca. 2,1 Milliarden Menschen ohne sauberes Wasser. Zwar sind 70 % der Erde mit Wasser bedeckt, aber nur 2,5 % davon ist Süßwasser und nur ca. 1 % steht uns Menschen in Flüssen, Seen und als Grundwasser zur Verfügung.

Umso größer ist das Privileg, dass wir in Österreich auch 2019 noch sauberes Wasser genießen können, da es bis jetzt noch fast überall und immer zur Verfügung steht. Die Wetterkapriolen der letzten Jahre haben allerdings ihre Spuren hinterlassen: Hochwasser, Trockenperioden, viel zu niedrige Grundwasserspiegel und Regenwasserspitzen, die Kanäle überlaufen lassen. 2025 werden voraussichtlich zwei Drittel aller Menschen unter akutem Trinkwassermangel leiden.

Regen tut allem gut

Wer Regenwasser nutzt, hilft einerseits Trinkwasserressourcen zu schonen und andererseits Abwässer zu reduzieren. Das fängt schon im Kleinen an: beim Garten gießen, der Autowäsche oder auch im Haushalt bei der Toilettenspülung oder der Waschmaschine. Beim Einsatz moderner, komplett ausgestatteter Regenwassernutzungsanlagen nach aktuellem Stand der Technik und entsprechendem Filtersystem kann eine gleichbleibend hohe Wasserqualität erreicht werden, die der EU-Richtlinie über die Qualität der Badegewässer entspricht, weshalb auch der Einsatz für die Waschmaschine unbedenklich ist. Bedingt durch das weiche Regenwasser fällt zusätzlich die Dosierung von Waschmittel und Enthärtern geringer aus und auf Weichspüler kann zur Gänze verzichtet werden. Dies spart nicht nur Geld, sondern ist auch ein Plus für die Umwelt.

Wer spart hat mehr davon

Die Einsparung von Trinkwasser ist aus ökologischen und grundsätzlich auch aus wirtschaftlichen Gründen eine notwendige und sinnvolle Maßnahme und gewinnt zunehmend an Bedeutung. In Österreich beträgt der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch 140 Liter pro Person und Tag. Da 70 Liter davon durch Regenwasser ersetzt werden können, ist es möglich, bei einem 4-Personen-Haushalt jährlich 100.000 Liter Trinkwasser einzusparen.

Tabelle Trinkwasserverbrauch pro Person

© IGRW

Regenwasser für den Garten – gewusst wie!

Die Bewässerung des Gartens mit Regenwasser ist eines von vielen Beispielen dafür, in welchen Bereichen des täglichen Lebens Regenwasser sicher, sauber und komfortabel eingesetzt werden kann. Bei den Pflanzen steht Regenwasser an erster Stelle: Es lässt sie optimal wachsen. Regenwasser ist zudem besonders weich, wodurch es Pflanzen bei der Aufnahme von wertvollen Mineralstoffen hilft. Regen, als eine Form des Niederschlages stellt einen Teil des Wasserkreislaufes dar. Regenwassernutzung ist daher aus ökologischer und ökonomischer Sicht und dank der Anwenderfreundlichkeit der Regenwassernutzungsanlagen eine sinnvolle nachhaltige Ressourcennutzung.

Die Vorteile gegenüber einer klassischen, oberirdischen Regentonne sind schnell erklärt: Mit herkömmlichen Regentonnen ist Ihr Regenwasser-Reservoir in Zeiten extremer Trockenheit schnell erschöpft. Ein unterirdischer, großer Wasservorrat hingegen sorgt für blühende Gärten das ganze Jahr über und es gibt noch weitere Vorteile:

  • keine Algenbildung
  • keine unangenehmen Gerüche
  • keine Insekten
  • größere Speichermenge
  • kindersicher
  • unauffällig, weil unterirdisch
  • durch eine stationäre Pumpe sicher, sauber und komfortabel

TIPP! Denken Sie bereits in der Planungsphase des Hausbaus an Ihre Regenwassernutzungsanlage für den Garten! Damit Ihre Blumen die nächste Trockenperiode garantiert blühend überstehen.

Grafik Regenwassernutzungsanlage

© IGRW

Sicher, sauber und komfortabel

Die Regenwassernutzung gilt heute als ausgereifte Technologie mit technischen Normen. Dies ist auch ein Grund für den Erfolg und die große Verbreitung der Regenwassernutzung in Privathaushalten, öffentlichen Einrichtungen, Gewerbe und Industrie. Moderne Regenwassernutzanlagen arbeiten vollautomatisch und liefern sehr gute Wasserqualität.

Regenwassernutzungsanlagen nach dem neuesten Stand der Technik

  • lassen sich einfach und ohne großen Aufwand montieren
  • verfügen über monolithische (aus einem Guss) Tanks, die über Jahrzehnte hinweg dicht sind
  • sind statisch einwandfrei ausgeführt
  • verfügen über Regenwasserpumpen-Kompaktstationen mit Nachspeisung nach ÖNORM
  • sind als Erdtanks unterirdisch und daher platzsparend und unauffällig
  • sind mit einer sicheren Schachtabdeckung versehen
  • sind für jeden Anspruch und Gartengröße erhältlich
  • haben nur einmalige, überschaubare Investitionskosten
  • kompensieren Abflussspitzen im Kanalnetz bei starken Regenereignissen

Mit der Nutzung von Regenwasser kann die wichtige Ressource Trinkwasser geschont werden und belässt den Wasserhaushalt langfristig für Mensch und Natur in Einklang.

Smartes Regenwasser

Regenwasser ist als wohl älteste Form der Pflanzenbewässerung mit modernster Technik perfekt kombinierbar. Eine Regenwasserzisterne in Kombination mit einem Pump- und Bewässerungssystem liefert das Wasser jederzeit und automatisch dorthin, wo es gebraucht wird. So bleibt auch im Urlaub der Garten immer frisch und grün.

Wer auf richtiges High-Tech steht, lässt den Wasserstand in der Zisterne von einem Sensor laufend messen. Wenn das Regenwasser einen Minimalwert unterschreitet, kann der Tank automatisch auf eine definierte Füllhöhe mit Frischwasser angefüllt werden. Weitere Sensoren informieren über die aktuelle Erd- und Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsmenge, Sonneneinstrahlung u.v.m. und passen die Bewässerung automatisch an den Wasserbedarf der Pflanzen an. Das spart viel Zeit und vor allem enorm viel Wasser.

Wenn Sie noch mehr Information zum Thema Regenwassernutzung benötigen, z.B. welche Gegebenheiten Sie beim Bau beachten müssen, welche Größe Ihr Wassertank haben sollte, stehen Ihnen die Spezialisten von IGRW (Interessensgemeinschaft Ressource Wasser) gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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