Neuer Trend: Mikrohäuser

Welche Möglichkeiten es gibt, auf wenigen Quadratmetern zu leben. Und: Wie man kleine Räume effizient nutzen kann. All das erfährst du hier.

Die steigenden Immobilienpreise stellen Käufer und Mieter vor die nicht so beneidenswerte Wahl: Mehr Geld für den gleichen Wohnraum investieren? Oder: Gleich viel Geld für weniger Wohnraum? Wer sich für die zweite Möglichkeit entscheidet, hat wahrscheinlich höchstes Interesse, die engen Räume optimal zu nutzen.

Effiziente Innenausstattung

Mit der richtigen Innenausstattung erhält auch eine Mikroimmobilie rasch den notwendigen Komfort. Die Küche kann beispielsweise in den Wandverbau des Wohnzimmers integriert sein und durch Flügeltüren geöffnet werden. Den Ess- und Arbeitstisch verstaut man nach Benutzung unter dem Bett. Die Eckbank verwandelt sich rasch in ein Doppelbett. Oder: Die Bewohner kurbeln in der Früh das Bett an die Decke.

Singles und mobile Menschen

Vor allem für Singlehaushalte, oder auch Menschen die aus beruflichen Gründen einen günstigen zweiten Wohnsitz benötigen, ist in den letzten Jahren der Trend der sogenannten „Tiny Houses“ – also Mikrohäuser – entstanden. Wobei es nicht nur um das Kostenthema sondern auch um einen Lifestyle Trend geht, der folgende Lebenseinstellung verkörpert: Einige – vorwiegend junge – Menschen wollen autark wohnen, ihr Haus komplett übersiedeln können und sind dafür bereit, ihr Wohngefühl auf das Wesentliche zu reduzieren.

 

Ob Tiny House oder Mikrowohnung, egal ob praktisch oder spitzen Design, kleinen Wohnraum gibt’s in vielen Facetten:

1. Containerhaus

Einige Besitzer von Mikrohäusern sind in ihrer Mobilität schon fast so flexibel, als hätten sie einen Wohnanhänger. Ein modernes Mikrohaus kann innerhalb weniger Stunden umgesiedelt sein – auch inklusive der Möblierung. Die innovative und mobilste Version des Mikrohauses heißt „Containerhaus“ und lässt sich mittels LKW einfach transportieren und aufstellen. Ein Wechsel des Wohnortes bedeutet für Containerhausbesitzer somit nicht mehr automatisch auch den Wechsel der Wohnung – der Wohncontainer siedelt als Ganzer mit. In Großbritannien arbeitet ein Start-up gerade an der Perfektionierung des Containerhauses. Das in der Entwicklung befindliche Modell kann per Knopfdruck aufgebaut und vergrößert werden. Dies ist durch ein technisch ausgeklügeltes System aus Winden, Scharnieren und Federn möglich.

2. Mikrohäuser nach Kundenwunsch

Es gibt aber neben Containern aus der Massenproduktion ebenso nach Kundenwunsch maßangefertigte Mikrohäuser. Auch hier erfolgt die Produktion und Lieferung relativ rasch. Von Planungsbeginn bis Einzug vergehen rund vier Monate.

3. Wohnanhänger

Nicht wirklich neu ist die Idee, in Wohnanhängern – wie sie viele vom Campingurlaub kennen – zu wohnen. Jedoch werden auch Wohnanhänger mit flexibleren Raumnutzungs- und modernen Heizkonzepten deutlich komfortabler und ganzjährig bewohnbar. Für schnell Entschlossene gibt es bis 26. Juni ein Tiny House aus Holz auf einem Anhänger bei Tchibo zu erstehen.

Zur Tchibo-Seite

4. Mikrowohnung

Als die etwas geschrumpfte Version der bereits etablierten Garconniere entstehen Mikrowohnungen verstärkt in urbanen Gebieten und werden vor allem von jungen Menschen nachgefragt. Zwei Betten, ein Schreibtisch, Wohn- und Essbereich samt Flatscreen, Dusch- und Toilettenkabine sowie Miniküche sind bei effizienter Raumnutzung auch in Wohnungen unter 30 Quadratmetern unterzubringen. In ausländischen Großstädten werden bereits Einheiten von weniger als 10 Quadratmetern bewohnt.

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