Holzmöbel – 9 Tipps zum Selbermachen

Ob selbstgemachte Holzregale, Beistelltische oder Kommoden – Hobby-HeimwerkerInnen sind heutzutage kaum Grenzen gesetzt. Lassen Sie Ihrer Kreativität und Ihrem Tatendrang freien Lauf und bauen Sie Ihre Holzmöbel selbst. Dazu müssen Sie kein Meister sein – Sie sollten nur diese neun Tipps beherzigen!

  1. Starten Sie klein

Die Überschrift ist Programm. Es empfiehlt sich anfangs erst mal nur kleine bzw. einfache Möbel selber zu bauen. Dazu zählen beispielsweise simple Hängeregale, kompakte Beistelltische oder eine Badewannenbrücke für entspannte Auszeiten. Lernen Sie das Handwerk Holzbau kennen, überstürzen Sie dabei nichts und sammeln Sie genügend Erfahrungen in der Holzbearbeitung, um bald auf etwas komplexere DIY Holzprojekte umsteigen zu können.

Mann pinselt Lack auf Holz

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  1. Das richtige Holz

Zu den beliebtesten Holzarten zählen Fichte, Birke, Zirbe und Sperrholz. Diese einheimischen, hellen und weichen Hölzer sind bei Hobby-MöbelbauerInnen aufgrund ihrer unkomplizierten Bearbeitungseigenschaften sehr begehrt. Insbesondere Sperrholz, denn das verzieht sich kaum. Daher ist es ganz besonders beim DIY Camper-Umbau gefragt.

Welches Holz Sie brauchen, hängt davon ab, welches Holzmöbel Sie selber bauen möchten und für welchen Bereich es angedacht wird. Holzmöbel für den Garten sollten zum Beispiel aus witterungsbeständiger Lärche oder rustikaler Eiche bestehen. Wenn Sie einen für den Innenbereich gedachten Tisch oder Stuhl selber bauen wollen, eignet sich unter vielen anderen Hölzern strapazierfähiges Buchenholz. Buchenholz kann zum Beispiel für eine höhere Elastizität gedämpft werden. Lesen Sie sich diesbezüglich ein wenig in die Materie ein und beschaffen Sie sich einen Überblick über diverse Holzarten.

  1. Gebrauchtes Holz kaufen oder recyceln

Heutzutage ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor. Der Begriff Nachhaltigkeit stammt sogar aus der Landwirtschaft und besagt, dass das Nachwachsen und Fällen von Bäumen ausgeglichen sein sollte. Gebrauchtes Holz findet man etwa im Baumarkt, beim Tischler um die Ecke, beim Nachbarn in der Garage oder sogar in seinen eigenen vier Wänden. Eventuell haben Sie die eine oder andere alte Holzkiste bzw. Gemüsekiste, die man recyceln und zu neuem Leben erwecken kann.

Oftmals haben Tischler, Hobbytischler oder generell Handwerker einiges an Holz übrig und können damit nichts mehr anfangen. Vielleicht haben Sie ja Glück und ergattern Ihr Wunsch-Holz um einen Bruchteil dessen, was es „neu“ im Baumarkt kosten würde. Hören Sie sich um und klappern Sie Online-Märkte nach Altholz ab. Vor dem Kauf sollten Sie das Holz aber noch auf eventuelle Schädlinge und kleine Löcher absuchen. Man weiß ja nie.

Mann arbeitet mit einem Winkeleisen am Holzstück

© iStock – 858298592

  1. Passendes Werkzeug und Equipment

Legen Sie erst richtig los, wenn Sie passendes Werkzeug und Equipment haben. Nur, wenn alles vor Ihrer Nase liegt, haben Sie auch wirklich Spaß an der Sache, denn sonst müssen Sie Ihr Projekt unter- oder sogar abbrechen und vertagen. Pauschal lässt sich leider nicht sagen, was genau Sie brauchen. Neben einem Bleistift für etwaige Holzmarkierungen gelten folgende Dinge aber meist zur Standardausrüstung beim Möbelbauen:

  • Maßband
  • Wasserwaage
  • Holzleim
  • Hammer
  • Nägel
  • Schrauben
  • Akku-Schrauber
  • Bohrer
  • Stichsäge
  • Schleifmaschine
  • verschiedenste Schleifpapiere
  1. Handschuhe und Augenschutz

Ihre Gesundheit hat immer Vorrang. Beim Möbelbau können Missgeschicke passieren, die wortwörtlich unter die Haut oder ins Auge gehen. Ziehen Sie sich Arbeitshandschuhe an, damit Ihre Hände vor Schiefern (Holzsplitter) oder kleinen Schnittwunden geschützt sind. Mit einer guten Schutzmaske vermeiden Sie außerdem, dass Dämpfe von Farben und Lacken eingeatmet werden. Eine Arbeitsbrille sorgt dafür, dass beispielsweise beim Arbeiten mit der Stichsäge keine Holzteilchen ins Auge gelangen können.

Handwerker schraubt eine Schraube ins Holz

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  1. Möbelbau-Anleitungen

Wer ein Möbelstück in Eigenregie baut, kann mit so manchen Komplikationen rechnen. Daher ist es ratsam, sich eine passende Anleitung als Grundlage zu beschaffen. Diese findet man beispielsweise in diversen Online-Foren, in Büchern und auf DIY Blogs. Tauschen Sie sich mit anderen Hobby-HeimwerkerInnen aus und inspirieren Sie sich gegenseitig zu neuen Aufgaben und Kreationen.

  1. Mut zum Mix

Ein selbstkreiertes Möbelstück kann gut und gerne auch mit anderen Materialien kombiniert werden. Wie wäre es beispielsweise mit einer passenden Glasscheibe, die Ihr DIY Holzprojekt optisch verbessert? Oder Ziegelsteine, die zusammen mit ein paar Holzbrettern ein Bücherregal ergeben? Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und kreieren Sie Holzmöbel ganz nach Ihrem Geschmack!

  1. Die richtige Holzpflege

Farben und Lasuren verleihen selbstgebauten Möbeln einen individuellen Stil. Behandeln Sie die Oberflächen am Schluss unbedingt mit einem schützenden Anstrich, welcher dafür sorgt, dass die Farbe gut hält und schön aussieht. Damit Ihr selbstgebautes Möbelstück auch nachhaltig Eindruck macht, sollten Sie sich um die richtige Pflege bemühen. Holz reagiert meist sehr gut auf diverse Hausmittel, etwa Öle oder sogar Bier.

  1. Trauen Sie sich etwas

Nach den ersten kleineren Projekten haben Sie schon etwas Erfahrung gesammelt und können sich nun mutig an komplexere Holzmöbel heranwagen. Schränke, Tische, eine komplette Campingeinrichtung oder eine Kommode mit Schiebetüren. Sie haben die Wahl – denn es ist Ihr Projekt!

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Romina B.Romina B. – Freie Autorin

Romina ist selbstständig als freie Autorin tätig und arbeitet gerade an einem ganz speziellen Wohnprojekt. Sie will (wieder) in einen selbst ausgebauten Kastenwagen ziehen und damit (wieder) die Welt bereisen. Glücklicherweise kann die Wienerin mobiles Wohnen mit ihrem Beruf verbinden und von überall aus fleißig in die Tasten hauen. Zumindest sofern sie Zugriff auf Kaffee hat.“

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