Die Sprache der Wandfarbe

Das helle Grau der Wände schimmert sanft im Morgenlicht. Die weißen Vorhänge heben sich klar vom Grau ab und umrahmen die Fenster…

Alles wirkt ruhig. Stimmig. Gemütlich. Kein lautes Schreien der Wandfarbe, sondern eher ein leises Flüstern. Die Wandfarbe ist das Kleid unserer Wände. Farbe beeinflusst unser Wohlfühlen und vor allem unsere Wahrnehmung des Raumes. Die richtige Wandfarbe schafft es, die Individualität eines Raumes zum Ausdruck zu bringen.

Doch welche Wandfarbe ist der für den Raum passende Schmuck?

Jeder von uns hat eine gewisse Vorliebe für ein bestimmtes Farbspektrum. Da sind die Liebhaber der Blautöne, die Freunde der Grünschattierungen, gefolgt von den Mutigen mit dem Hang zu kräftigen Farbtönen wie Rot, Orange oder Pink. Die Anhänger der sanften Sandtöne und der Schattierungen von Grau und die Puristen unter uns, die die Farbe Weiß ausnahmslos um sich haben wollen. Das Allerwichtigste ist, sich mit der Farbe an den eigenen 4 Wänden wohl zu fühlen. Es zählt der subjektive Geschmack, nicht der allgemeine Trend. Wenn man nur dem Trend folgt, verliert sich die Individualität. Das Vorzimmer darf schon mal in Olivgrün oder einem satten Kobaltblau erstrahlen.

Blaue Wand mit weißen Türrahmen

© Nina Niessner

Einfach so, weil wir es so wollen.

Prinzipiell ist es ratsam, eher kleinere, abgeschlossene Räume in besonderen Farben wirken zu lassen. Das WC freut sich über ein strahlendes Gelb, tiefes Moosgrün oder ein mystisches Rauchblau. Die Wandfarbe darf in diesen Räumen auch gerne zur Deckenfarbe werden. Nur Mut!

Deckenfarbe erzielt besonders in kleinen Räumen den Effekt einer Art Höhle. Sehr speziell wirken hier kräftige Farben und dann auch gerne in Kombination mit einer spektakulären Tapete. Der Abstellraum oder die Garderobe wird mit einer BiColor Wandfarbe in Kombination mit einem farblich abgestimmten Vorhang zum wahren Schmuckstück.

Große offene Räume lieben ein eher sanftes Farbkleid. Denn Sofa, Esstisch und auch Bilder wollen wirken und nicht mit der Wandfarbe konkurrieren. Entscheidet Euch für die Wandfarbe, die am besten zu Eurem Sofa oder Teppich passt – zusätzliche Farbe kann jederzeit durch Kissen oder den Bezug der Esstischstühle ins Spiel gebracht werden. Stiegenaufgang und Gang freuen sich über einen dezenten Farbton, damit die Bilder, die sie schmücken, die Bühne bekommen, die sie verdienen. Die Wände des Reichs der kleinsten Mitbewohner müssen nicht mehr zwingend in blau oder rosa getaucht sein – viel beruhigender ist ein Taupe- oder Grauton.

Bilderwand in einer Ecke

© Nina Niessner

Nicht zu vergessen ist das monochrome Farbschema. Alle Wände in einer Farbe. Ist das langweilig? Unkreativ? Feig? Nichts von all dem!

Ein klares Weiß an Decken und Wänden lassen alles großzügig wirken. Beruhigt unsere Augen. Es ist die Entscheidung, die Hülle unseres Zuhauses einheitlich und zurückhaltend zu gestalten, um mit der Einrichtung Akzente zu setzen. Egal, für welchen Farbton Ihr Euch für Wände und Decken entscheidet, es ist Eure Wahl. Farbe kann man ändern. Immer!

Bunt oder monochrom. Die Wandfarbe gibt uns die Möglichkeit kreativ und mutig zu sein. Lasst Eure Kreativität an Euren Wänden aus! Auch Wände haben ein Recht auf Exklusivität.

In diesem Sinne,
egal ob Grau, Blau oder doch Naturfarben – Farben bereichern unser Zuhause.
Eure Nina, Die Auffrischerei

 


 

Die Auffrischerei - Nina NiessnerNina Niessner – Interior Designerin
Die Auffrischerei

Gegründet im Oktober 2014 – hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, dem Zuhause, dem Büro oder der Praxis ihrer Kunden ein neues Erscheinungsbild zu geben und das bestehende Umfeld den aktuellen Ansprüchen anzupassen. Der persönliche Stil wird mit viel Gespür für Details und Empathie neu interpretiert.

Bei der Realisierung stehen immer die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt – alle Entscheidungen werden in enger Abstimmung mit den Kunden getroffen. Wandfarben, Tapeten und Stoffe sind unter anderem die Lieblingsthemen der Auffrischerei.

www.dieauffrischerei.at

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