Der Schrankraum

Lautlos öffnet sich die Schublade der Kommode…

Farblich geordnet liegen unsere Lieblingsshirts vor uns, bereit zur Auswahl. Gleich in der schmalen Lade darunter haben unsere gesammelten Ohrringe – sanft in kleine mit Stoff ausgelegten Abteilungen eingebettet – ihr Zuhause gefunden und funktioniert auch wunderbar mit Krawatten und Gürteln.

Ja, dieser Raum ist ein wahrer Wunschtraum für alle, die gerne zwei gleichfarbige Socken finden wollen. Eine Oase für Fashionistas. Wir befinden uns – für mich persönlich – in einem echten Traumraum – dem Schrankraum.

Ist es nicht wunderschön hier?

Kein Chaos vor unserer Nase – alles an seinem Platz – die Handtaschen sind nicht unter einem Berg von Pullovern, die in der morgendlichen Hektik nicht unseren Geschmack getroffen haben, vergraben. Alle Jacken hängen saisonal geordnet in Augenhöhe.

Jeder Raum braucht seine Bestimmung – so auch der Schrankraum – er macht einfach glücklich. Erspart Diskussionen, wer wieviel Platz im Schrank belegen darf. Lässt Anzüge und Hemden friedlich neben Kleidern und Blusen wohnen.

Doch wie groß muss oder wie klein kann ein Schrankraum sein?

Es muss kein Palast sein, in dem sich Eure Pullover und Jeans wohl fühlen. Manchmal reicht schon eine durch eine zusätzlich aufgebaute Wand aus Rigipsplatten entstandene Nische, um sich einen begehbaren Kleiderschrank zu ermöglichen.

Schrankräume mit Schiebetüren

Quelle: Pinterest

Das Allerwichtigste ist naturgemäß der Stauraum in Eurem Schrankraum. Kästen, idealerweise rundum an allen Wänden bis zur Decke verbaut, und mitten im Raum noch eine Kommode, die genug Platz bietet, um Unterwäsche oder andere zartere Kleidungsstücke aufzubewahren, und auch zur Ablage bzw. Vorauswahl dient. Die Grundsatzfrage, ob offener Schrank oder doch Türen – wobei ich hier auf Schiebetüren zurückgreifen würde, um Platz zu sparen – ist wirklich eine Frage der persönlichen Vorliebe. Der luxuriöse Kompromiss aus alles sichtbar oder gut versteckt sind Schiebetüren aus Glas. Nichts verstaubt und trotzdem hat man den perfekten Einblick auf die modischen Möglichkeiten.

Schrankräume mit Kastensysteme

Quelle: Pinterest

Auch die Beleuchtung ist wichtig, damit Ihr nicht im Halbdunklen tappen müsst – denn wie wir alle wissen ist dunkelblau und schwarz bei schlechtem Licht nicht so leicht zu unterscheiden. Ich empfehle Euch flache Leuchten direkt an der Decke montiert – sie bringen Licht ins Dunkel und durch ihre minimale Tiefe von ein paar Zentimetern stören sie auch nicht beim Öffnen des Kastens.

Eine andere Option ist eine abgehängte Decke mit eingebauten und nach Bedarf verteilten Spots – die Deckenhöhe minimiert sich vernachlässigbar. Auch eine lange dezente Spotleiste direkt an der oberen Kastenkante hilft bei der richtigen Farbwahl.

Zur essenziellen Ausstattung Eures Kleiderparadieses gehört natürlich ein Spiegel. Groß soll er sein – fast raumhoch! Perfekt positioniert – eventuell schwenkbar, um alle Seiten Eures Outfits – bevor Ihr die Wohnung verlässt – nochmals begutachten zu können.

Spiegelvarianten im Schrankraum

Quelle: Pinterest

Jedoch nicht nur Stauraum in Hülle und Fülle soll Euer Schrankraum bieten – es muss so gemütlich sein, dass Ihr Euch genug Zeit nehmt, um in Ruhe das perfekte Outfit für den Tag auszuwählen.

Ein flauschiger Teppich in der Mitte des Raums – auch gerne unter der Kommode – bringt Gemütlichkeit. Ein Hocker aus Samt in der Lieblingsfarbe kann die Dauer der Kleiderwahl erleichtern. Eine spektakuläre Tapete macht schon am Morgen gute Laune. Und eine Zimmerdecke kann durchaus Farbe in die Welt des Schrankraums bringen.

WohnTraumRechner

Euer Schrankraum ist nicht nur ein Aufbewahrungsort für Kleidung – er ist etwas Persönliches – Eure ganz eigene Welt der Mode. Jedes Stück, das hier einziehen darf, hat eine Bedeutung. Sei es die alte Lederjacke Eures Vaters oder das Brautkleid, das Euch noch immer glücklich macht, wenn Ihr es betrachtet.

Euer Schrankraum ist der Hüter Eurer modischen Identität und verdient einen ebenso individuellen und tollen Look!

Eure Nina, Die Auffrischerei

 

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Die Auffrischerei - Nina NiessnerNina Niessner – Interior Designerin
Die Auffrischerei

Gegründet im Oktober 2014 – hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, dem Zuhause, dem Büro oder der Praxis ihrer Kunden ein neues Erscheinungsbild zu geben und das bestehende Umfeld den aktuellen Ansprüchen anzupassen. Der persönliche Stil wird mit viel Gespür für Details und Empathie neu interpretiert.

Bei der Realisierung stehen immer die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt – alle Entscheidungen werden in enger Abstimmung mit den Kunden getroffen. Wandfarben, Tapeten und Stoffe sind unter anderem die Lieblingsthemen der Auffrischerei.

dieauffrischerei.at

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