Gartenpracht nach Plan

Planung ist das halbe Leben. Dieser Leitsatz gilt natürlich auch für die grüne Oase daheim. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für perfektes Gelingen.

SCHRITT 1: Status Quo

Am Anfang aller Planungen steht eine detailgenaue Skizze des Grundstückes. Dazu geht man mit einem 20-Meter-Band durch den Garten und misst alle wichtigen Distanzen und Abstände. Diese Eckdaten werden auf kariertes oder Millimeterpapier übertragen und bilden die Basis für den Entwurf. Dabei sollte man auch gleich überlegen, welche vorhandenen Elemente erhalten bleiben sollen.

Tipp:

Trennen Sie sich nicht zu leichtfertig von vorhandenen Gewächsen, sie werden helfen, die kahle Phase in der Entwicklungszeit der Neupflanzungen zu überbrücken. Besonders gilt dies natürlich für alte Bäume. Wegen ihres jahrzehntelangen Wachstums ist es sogar angebracht, sie als Ankerpunkte für die Neuplanung zu verwenden.

SCHRITT 2: Der richtige Gartentyp

Nicht jeder Mensch stellt die gleichen Ansprüche an seine Grünoase. Deshalb sollte man bereits vor Beginn der Planung wissen, welchen Gartentyp man am Ende erreichen will. Soll es eine gediegen wirkende, aber möglichst pflegeleichte Anlage sein? Sollen die Kinder maximalen Spaß haben oder wollen Sie als begeisterter Hobbygärtner gerne viel Zeit mit den Pflanzen verbringen? Und dabei sollten Sie bedenken: Wer für den Eigenbedarf ernten möchte, muss entsprechende Flächen vorsehen.

SCHRITT 3: Themensuche

Themengärten liegen gerade im Trend, weil sie bei einer stimmigen Mischung aus Bepflanzung, Bodenbelägen und Accessoires am Ende wie aus einem Guss wirken.

  • Naturgärten setzen auf eine reiche Pflanzenpalette und natürliche Materialien. Die Ordnung steht nicht im Vordergrund.
  • Steingärten versprechen durch bewusst karge Böden einen geringen Pflegeaufwand und sind besonders für steile Hanglagen geeignet.
  • Mediterrane Gärten verbreiten mit Lavendel, Oregano, Tomaten und Zucchini südländisches Urlaubsfeeling, verlangen aber nach viel Sonne. Temperaturempfindliche Pflanzen (Olivenbäume, Oleander) können in unseren Breiten nur in Töpfen gehalten werden.
  • Asiatische Gärten eignen sich für kleine Flächen und schaffen mit einer Mischung aus exotischer Bepflanzung, Holz, Stein und Wasserelementen eine strenge Ästhetik.
  • Stadtgärten machen aus der Raumnot eine Tugend. Hier hat alles seinen Platz. Durch Hochbeete und Kübelpflanzen hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen.

SCHRITT 4: Ideen & Wunschliste

Lassen Sie sich inspirieren! Besuchen Sie Schaugärten, machen Sie sich durch Fachliteratur und im Internet schlau! Eine besonders reiche Quelle stellen dabei die berühmten englischen Gärten dar. Beispielsweise ist ein Wasserelement (Springbrunnen, Vogeltränke, Teich, Bachlauf, usw.) für jeden Garten ein Gewinn. Treffen Sie eine Auswahl der besten Ideen und notieren Sie notwendige Fixpunkte wie Sitzbereich, Pergola, Grillplatz, Sandkasten, Geräteschuppen, Wäschespinne oder Kompost.

SCHRITT 5: Räume und Wege

Jeder gelungene Garten braucht eine klare Ordnung, auch wenn diese nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. Deshalb hilft es, wenn man zuerst die unterschiedlichen Zonen – auch Gartenräume genannt – festlegt. Ideen und Fixpunkte haben Sie ja schon erfasst, nun fügen Sie die gewünschten Elemente wie etwa Blumenbeete, Staudenbeete, Gemüsebeet oder Kräutergarten hinzu. Wege und Staudenbeete eignen sich sehr gut, um Bereiche voneinander zu trennen. Hinter Hecken können weniger attraktive Dinge wie Kompost oder Wäschespinne „versteckt“ werden. Beim Anordnen geht man am besten nach Prioritäten vor. Manche Elemente beanspruchen auch bestimmte Plätze – so sollten Gemüsebeete möglichst viel Sonne bekommen.

Dem Vorstellungsvermögen hilft es, wenn man den fertigen Plan mit Pflöcken und Schnüren in die Realität überträgt. Übrigens: Falls Sie in dieser Phase zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen, sollten Sie vielleicht doch einen Fachmann für Gartengestaltung zu Rate ziehen.

SCHRITT 6: Detailplanung

Erst wenn alle Grundelemente ihren Platz gefunden haben, ist der Zeitpunkt gekommen, sich um die eigentliche „Gartenarbeit“ zu kümmern: Auswahl der Materialien, Bepflanzung und Farbgebung. Für die Beetplanung sollten nicht nur die Lichtverhältnisse berücksichtigt werden, sondern auch die jeweiligen Blütezeiten. Schließlich will man ja das ganze Gartenjahr über einen optischen Genuss erleben.

SCHRITT 7: Letzte Zweifel

Die Neuanlage eines Gartens ist ein Projekt, das auf viele Jahre ausgelegt ist, schon alleine wegen der Wachstumszeit der Pflanzen. Deshalb sollte man vor dem eigentlichen Startschuss der Arbeiten noch einmal hinterfragen, ob im Laufe der Planung etwas aus dem Ruder gelaufen ist und wirklich alle Ziele erfüllt werden: Fehlt etwas? Wird der Budgetrahmen eingehalten? Ist der zu erwartende Arbeitsaufwand realistisch?

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