Garteln ohne Garten

Der Wunsch nach selbst gezogenem Gemüse lässt sich sogar auf kleinster Fläche realisieren. Hier erfährst du, was alles möglich ist.

Durch kluge Platzeinteilung reicht ein Hochbeet im Garten, ein Stück Terrasse oder sogar ein Balkon, um schöne Erfolge und eine gewisse Grundversorgung mit selbst angebauten Lebensmitteln zu erzielen. Das passt wiederum perfekt zum heutigen Streben nach Naturbewusstsein, gesunder Ernährung und Wissen um die Herkunft und Güte unserer Lebensmittel.

Frisch geerntet schmeckt am besten

Nicht zuletzt geht es auch um den Spaß und den Genuss. Durch die geringe Fläche hält sich der Aufwand beim Gießen, Düngen und Unkrautjäten in überschaubaren Grenzen. Umso mehr Zeit bleibt, um sich an den selbst angebauten Pflanzen zu erfreuen und ihnen beim Wachsen zuschauen zu können. Kurz vor der Ernte steigt die Spannung besonders: man kann es kaum erwarten, die ersten Früchte zu kosten. Frisch geerntet – und das beim idealen Reifegrad – schmeckt halt doch am besten! Und ganz nebenbei bringt es natürlich ein tolles Gefühl, wenn man sich – zumindest teilweise – selber versorgen kann.

Passendes für jeden Geschmack

Am leichtesten wird man Erfolgserlebnisse mit Blattsalat, Gurken, Tomaten, Erdbeeren, Radieschen und diversen Kräutern wie Rosmarin, Oregano oder Minze haben. All diese Pflanzen lassen sich auch in Töpfen halten, können also hübsch in Gruppen auf einem Balkon oder der Terrasse arrangiert werden. Um auf einem Balkon Platz zu sparen, können die Töpfe durchaus auch in einem Regal übereinander angeordnet werden, solange alle Pflanzen genügend Sonne abbekommen. Salate, Mangold oder Bärlauch gedeihen auch an schattigeren Plätzen. Dazwischen gesetzte Blumen wie Stiefmütterchen oder auch Lavendel verleihen dem Arrangement dann ein wenig Farbenpracht. Frisch gepflückte Kräuter werden die eigene Küche in Vielfalt und Aroma deutlich aufwerten. Besonders genügsam sind übrigens Chili-Pflanzen, ihnen reichen schon recht kleine Töpfe.

Tägliche Portion Salat

Grundsätzlich sind für Salatpflanzen lockere Böden, die gut Wasser speichern können, vorteilhaft. Denn nur bei gleichbleibender Feuchtigkeit werden die Blätter mild und zart. Deshalb sollte der Standort nicht zu viel Sonne abbekommen. Neben den üblichen Sorten kann man auch Wildkräuter, Rucola oder Gemüse wie Mangold oder Spinat anpflanzen, um dem persönlichen Salatteller mehr Pep zu verleihen. Wer über einen längeren Zeitraum frische Salatblätter genießen möchte, ohne ständig neue Pflanzen anbauen zu müssen, sollte auf den Pflücksalat zurückgreifen. Der Vorteil ist, dass man laufend Blätter ernten kann, und das über mehrere Wochen.

Erdäpfel aus dem Blumentopf

Aber selbst Kartoffeln (oder Erdäpfel auf gut Österreichisch) können durchaus Sinn in einem Balkongarten machen. Als klassische Feldfrucht wird gerne unterschätzt, wie ertragreich Erdäpfel sind und wie sehr sie sich daher auch für einen Minigarten eignen. Obendrein sind die Pflanzen mit ihren satten Blättern und kräftigen Blüten ohnehin eine Augenweide. Durch das richtige Setzen der Knollen wird eine ergiebige Ernte auch im Blumentopf möglich. Die erste Lage Knollen wird mit etwa 10 cm Erde bedeckt. Wenn die Blätter 15 cm hoch stehen, kann bereits wieder Erde bis zu den Spitzen der jüngsten Triebe angehäuft werden, denn an den überdeckten Stängeln bilden sich weitere Knollen aus. Zusätzlich können auf dieser Ebene weitere Knollen eingelegt werden. Dieser Vorgang lässt sich in hohen Töpfen drei bis vier Mal wiederholen.

TomTato – oben Tomate, unten Erdapfel

Der Clou in Sachen Verdichtung und Ertrag und damit auch irgendwie an Gärtnerglück sind Hybridpflanzen namens TomTato, die neuerdings erhältlich sind. Es handelt sich dabei um eine Kreuzung aus Tomate und Erdäpfel, die möglich ist, da beide Sorten zu den Nachtschattengewächsen zählen. Wichtig bei Tomatenpflanzen ist, dass man regelmäßig die Seitentriebe entfernt, damit mehr Energie in die Früchte fließen kann.

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